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Ich kann mir nicht helfen, aber irgendwie sieht der Hintergrund von Kiezkicker auf meinem Bildschirm aus wie die alte Reichsflagge.
Harald Fricke zu lesen, das ist immer ein Gewinn, schreibe ich mal, während ich einen anständigen starken Bohnenkaffee trinke und mir Photographien von Man Ray anschaue.
Nee, Kiezkicker steht eher links, meine ich, der bekommt einen Heidenschreck, wenn er das liest … es ist ja auch bei uns nicht alles Gold, was glänzt, aber dergleichen wird schon recht konsequent geächtet, würde ich mal behaupten.
Über dieses Fricke-Merve-Bändchen hatte ich schon sehr viel gelesen, ihn selbst tatsächlich vorher gar nicht bewußt. Und das ist schon klasse, wie der in so was wie eine Diskursgemengelage klare Linien zieht, ohne in dieses aufblasene Pop-Geschschätz zu verfallen.
Ach ja, Man Ray – Gott, jemand mit Deiner Qualifikation bekommt ja wahrscheinlich eine Krise bei meiner iPad-Effektorgie hier. Die allerdings wahnsinnigen Spaß macht
…
Nee, das Bearbeiten des iPad soll auch Spaß machen, und manche dieser Bilder gefallen mir gut (auch in Kombination mit Text oder Überschriften). Ein Blog ist zuweilen wie ein Tagebuch, da probiert man aus, das mache ich mit meinen Photos im Blog auch so. An der Wand oder in einem Buch geschähe die Auswahl und die Bearbeitung noch einmal ganz anders, weil ich mir dafür dann sehr viel Zeit nehme und noch mehr Arbeit da hineinstecke.
Mit Kiezkicker war das nur die erste Assoziation. Ich will dem keinen Schrecken einjagen, mag auch daran liegen, daß mein Bildschirm hier sehr dunkel eingestellt ist. Ich nehme St. Pauli auch eher als einen sympathischen Verein wahr. Und wenn ich Frußball-Fan wäre, tendierte ich eben zum 1. FC Union oder zu St. Pauli.
Frickes Texte sind wirklich aufschlußreich. Äußerste Subjektivität paart sich da mit einer klugen Analyse. Leider ist Fricke viel, viel zu früh verstorben. Ich bin sicher kein Pop-Experte und in vielem eher kritisch, aber das hat mir sehr gut gefallen.
Ja, mache ich ja auch so, auch, was die Textformen betrifft. Muss ja auch professionell mit Bild und Text arbeiten und Geld verdienen, und da entspannt das ungemein, hier einfach so drauflos zu spielen. Wobei das dann auch immer auf den beruflichen Alltag zurück wirkt, recht bereichernd. Auch die Diskussionen hier.
Wobei ich Deine Fotos schon als, wie soll ich es sagen, im positivsten Sinne als konzeptionell durchdacht, sehr, sehr, sehr bilderfahren und vor allem enorm stilsicher sehe. Als “Schnappschüsse” habe ich die eigentlich nicht angeguckt, auch auf die Gefahr hin, da daneben zu liegen.
Fricke wird hier auch noch Thema werden. Wie er mit Bezügen zu Luhmann, Jünger usw. die fragmentierte Erfahrung bei Rainald Goetz analysiert, das ist schon sehr – na, anregend. Sensibel. Unprotzig. Und ganz durchdacht und feinsinnig.
“Fricke wird hier auch noch Thema werden.”
Ich wollte ja nicht darauf drängen und das erwähnen, weil es unhöflich ist, jemandem in seinen Blog hineinzureden, worüber er mal etwas schreiben solle, denn Blogs sind ja keine Wunschmaschinen. Gehofft hatte ich aber, hier etwas zu Fricke zu lesen.
Danke auch für Dein Lob. Mit dem Unfertigen meinte ich, daß ich im Detail (bei den Grauwerten, den Kontrasten, den Bildausschnitten) noch nachdenken und arbeiten muß. Aber wie gesagt: Lob macht mich immer sehr verlegen.
Auf Deinen Fricke-Text bin ich sehr gespannt.
Ich muß mal schauen, was ich bei ihm heraus greife! Habe das Bändchen gerade erst gestern gekauft und lese erst noch, was hier paßt!
Wo ist denn der Nörgler? Ich muß ihm doch zum Sieg gegen die Bayern gratulieren!!!
Das hat mich für Lautern sehr gefreut.Und die Bayern brauchten mal wieder einen Dämpfer, um nicht völlig abzuheben.
Die beiden Lauterer da gestern im Sportstudio waren auch ganz schön sexy … bei uns wurde es ja nix. Macht aber nix.