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Die Universalität und Allgemeingültigkeit und auch Gerechtigkeit des britischen Rechtssystems in Indien erkennt man daran, dass noch zu Gandhis Zeiten Inder, die für die nationale Unabhängigkeit gekämpft hatten auf öffentlichen Straßen buchstäblich zu Tode gepeitscht wurden.
Ja. Ich hatte heute jetzt nicht alles im Kopf, was die Briten da wüteten, habe aber nicht nur den Ghandi-Film im Kopf. Und so einen Text dann noch unter einer solchen Überschrift – selbst wenn es nicht so schlimm war wie in Namibia etc., kann man Sklaverei, Rohstoffausbeutung, Christianisierung, das Aufpropfen teils idiotischer staatlicher Strukturen, der Import nazistischer Rassenlehren undundund nicht mal eben so ignorieren.
Und das Widerlichste ist, wie einmal mehr Israel instrumentalisiert wird, um pro-kolonialistische Reden zu schwingen.
Das sind doch alles Peanuts. Die Qualität einer Rechtsordnung bemisst sich nach dem Rang, den sie dem Schutz des Privateigentums einräumt.
Na, gerade die Frage ist ja nun weder im Falle des Kolonialismus noch eines Bergwerkes mal eben so zu beantworten – wem gehört denn die Kohle an der Saar oder das Öl in Texas?
War das nicht zielgerichtete Ironie bei Urfaust?
Der Typ hat einen massiven Polit-Dachschaden (nein: nicht Urfaust).
Dem Müllerjörghans sind noch die brutalsten Kolonialregime sympathisch, solange er hier von einem “rule of law” zu phantasten versteht. Als Beleg für die paradisischen Zustände der englischen Kolonialherrschaft nimmt er, und das finde ich konsequent, eine fiktionale Geschichte von Jules Verne. Dass die auf Entrechtung ausgerichtete Wirtschafts- und Sozialpolitik des englischen Kolonialismus zu widerwärtigsten Landraub und einer massenhaften Armut der indischen Landbevölkerung geführt hat, davon will er nichts wissen. Hingegen, die raubmörderischen Machenschaften der Britische Ostindien-Kompanie, und deren Schutz durch ein brutales, koloniales Militärregime: All das gilt ihm sogar als Wegbereitung der “überlegenen Zivilisation des Westens”. Indien habe gefälligst dankbar zu sein!
(und lesen Sie bitte nächste Woche beim Müllerjörghans, exklusiv bei der Achsel der Wursthirne, wie Adolf Hitler trotz seiner umfassender Bemühung um Weltfrieden und multikulturelle Koexistenz um sein Andenken in der Geschichtsschreibung betrogen wurde)
Das weiß ich immer nicht so genau – wenn ja, dann war sie gut
…