Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Es ist an der Zeit, Hansjörg Müller zu kolonisieren!

Solchen Autoren muss man wohl erst mal die Barbarei austreiben und ihnen universelle Moral anerziehen. Also erst mal die Achse des Guten entmündigen und ihnen Demokratie lehren. Die brauchen wohl wie die Inder einst so was wie die britische Besatzung.

Später mehr, wenn ich meine Fassung wieder gewonnen habe.

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7 Antworten zu “Es ist an der Zeit, Hansjörg Müller zu kolonisieren!

  1. che2001 Juli 21, 2010 um 11:44 vormittags

    Die Universalität und Allgemeingültigkeit und auch Gerechtigkeit des britischen Rechtssystems in Indien erkennt man daran, dass noch zu Gandhis Zeiten Inder, die für die nationale Unabhängigkeit gekämpft hatten auf öffentlichen Straßen buchstäblich zu Tode gepeitscht wurden.

  2. momorulez Juli 21, 2010 um 1:44 nachmittags

    Ja. Ich hatte heute jetzt nicht alles im Kopf, was die Briten da wüteten, habe aber nicht nur den Ghandi-Film im Kopf. Und so einen Text dann noch unter einer solchen Überschrift – selbst wenn es nicht so schlimm war wie in Namibia etc., kann man Sklaverei, Rohstoffausbeutung, Christianisierung, das Aufpropfen teils idiotischer staatlicher Strukturen, der Import nazistischer Rassenlehren undundund nicht mal eben so ignorieren.

    Und das Widerlichste ist, wie einmal mehr Israel instrumentalisiert wird, um pro-kolonialistische Reden zu schwingen.

  3. Urfaust Juli 21, 2010 um 2:01 nachmittags

    Das sind doch alles Peanuts. Die Qualität einer Rechtsordnung bemisst sich nach dem Rang, den sie dem Schutz des Privateigentums einräumt.

  4. momorulez Juli 21, 2010 um 2:58 nachmittags

    Na, gerade die Frage ist ja nun weder im Falle des Kolonialismus noch eines Bergwerkes mal eben so zu beantworten – wem gehört denn die Kohle an der Saar oder das Öl in Texas?

  5. che2001 Juli 21, 2010 um 4:38 nachmittags

    War das nicht zielgerichtete Ironie bei Urfaust?

  6. Katzenblogger Juli 21, 2010 um 5:04 nachmittags

    Der Typ hat einen massiven Polit-Dachschaden (nein: nicht Urfaust).

    Dem Müllerjörghans sind noch die brutalsten Kolonialregime sympathisch, solange er hier von einem “rule of law” zu phantasten versteht. Als Beleg für die paradisischen Zustände der englischen Kolonialherrschaft nimmt er, und das finde ich konsequent, eine fiktionale Geschichte von Jules Verne. Dass die auf Entrechtung ausgerichtete Wirtschafts- und Sozialpolitik des englischen Kolonialismus zu widerwärtigsten Landraub und einer massenhaften Armut der indischen Landbevölkerung geführt hat, davon will er nichts wissen. Hingegen, die raubmörderischen Machenschaften der Britische Ostindien-Kompanie, und deren Schutz durch ein brutales, koloniales Militärregime: All das gilt ihm sogar als Wegbereitung der “überlegenen Zivilisation des Westens”. Indien habe gefälligst dankbar zu sein!

    (und lesen Sie bitte nächste Woche beim Müllerjörghans, exklusiv bei der Achsel der Wursthirne, wie Adolf Hitler trotz seiner umfassender Bemühung um Weltfrieden und multikulturelle Koexistenz um sein Andenken in der Geschichtsschreibung betrogen wurde)

  7. momorulez Juli 21, 2010 um 5:05 nachmittags

    Das weiß ich immer nicht so genau – wenn ja, dann war sie gut ;-)

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