Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Tagesarchive: Juli 3, 2010

Tülin Duman: Wichtig und richtig!

Paraphrasiert zwar nur, was ich hier eh ständig schreibe; dennoch, es ist hervorragend pointiert und sollte Verbreitung finden:

“Butler hat angemerkt, dass queere Menschen “benutzt werden können von jenen, die Kriege führen wollen”  ob mit militärischen Mitteln wie in Afghanistan und im Irak oder in Form des antimuslimischen Rassismus, wie er seit einigen Jahren vielerorts in Europa um sich greift. Viele PolitikerInnen behaupten, schwul-lesbisch-queere Freiheit zu schützen, und wollen uns glauben machen, dass dazu Ressentiments bis hin zu Hass gegen MigrantInnen nötig ist.

Deshalb gilt es, Nein zu sagen, wenn uns statt der Wahrheit, so heterogen, erschreckend und widersprüchlich sie auch sei, einfache Lösungen angeboten werden. Nein zu sagen, wenn Sexismus und Homophobie pauschal bestimmten MigrantInnen-Communities zugeschrieben werden. Denn dadurch wird ein Trugbild erzeugt, das uns glauben lassen soll, diese Phänomene würden nach Deutschland “importiert” und es gelte, bereits errungene Freiheiten vor diesen Kuckuckseiern zu schützen.”

Was ja nicht sein soll, sein kann, sein darf. Bemerkenswert auch der Verweis auf den generellen Verweis auf den Verzicht auf nationale Symbole beim Transgenialen CSD in Kreuzberg. Gerade wegen dieser Pseudo-Multitude der Mehrfachbeflaggung, die alle total weltoffen finden, unbedingt erwähnenswert: Grundwiderspruch auch des liberalen, auf politische Partizipation gerichteten Nations-Modells ist eben die Exklusion, die durch es notwendig erzeugt wird. Und wenn Leute wie Wulff “Integration” beschwören, die mit Evangelikalen kungeln und die Bindungskraft der “monotheistischen Religionen” feiern, dann wird mir ganz schwindelig. Weil das nun gerade gerade “die Menschheit” zu einem Preis fordert, den alle Christianisierten bereits zu zahlen hatten auf Scheiterhaufen und als Opfer der Missionare.

Dabei gilt es doch mit Pelle Pershing zu betonen “Menschen! Menschen brauchen – Menschen!” Ganz pathetisch und untrivial …

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