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Na, das ist doch mal klare Sprache. “Die Erde…hat…Menschen”, stotterte in einem Stück von Jura Soyfer einer, der Gott Bericht erstatten sollte.
Die ärgsten Geißeln: Ebola, Yersinia Pestis, Vibria Cholerae, Homo sapiens.
Die Dinge sind nicht so einfach.
Nehmen wir einmal den Fall Yersinia Pestis. Man lese dazu den folgenden Link:
http://www.yersiniapestis.info/bakterium.html
Ist es nicht äußerst faszinierend, wie sich die Schadmechanismen entfalten und auf welche Weise sie in der Lage sind, mächtige Abwehrmechanismen zu überwinden? Mit der gleichen Bewunderung sollten die Akteure und Handlungsweisen der Finanzmärkte betrachtet werden.
Vermutlich ist es so:
Wenn ein festangestellter Dummschwätzer dahingehend schwadroniert, dass “die Finanzmärkte Spanien abstrafen“, dann hat das mit dem wirklichen Geschehen rein garnichts zu tun. Es ist einfach Ausdruck der immergleichen Dramatisierungstechniken, die Teil der Unternehmenskultur des Hauses an der Brandstwiete sind.
Das folgende Chartbild belegt meine Aussage:
http://anleihen.onvista.de/snapshot.html?ID_INSTRUMENT=20434629&PERIOD=2&ID_NOTATION=31062905#chart
Was sieht man dort? Man sieht dort eindeutig, dass ein “Abstrafen” (d.h. ein Kursverfall spanischer Staatsanleihen) zu dem Zeitpunkt, den der Herr Wirtschaftsjournalist beschreibt, schlicht nicht stattfindet!
Der Großteil der “Marktverunsicherung” in Bezug auf Spanien, auch das lässt sich in diesem Chartbild erkennen, ereignete sich zugleich mit dem Höhepunkt der Griechenlandkrise (Ende April bis Anfang Mai). Seitdem gibt es nur sogenannte “seitliche Kursausschläge”. Quasi: Im Westen nichts Neues.
Aber gut, man kann jetzt einwenden, dass Märkte schlagen, und sei es mittels von Kursausschlägen. Ja, das stimmt – meine ich. Märkte – Versammlungen von Kaufleuten – sind brutale und meist ausgesprochen unsentimentale Einrichtungen. Das bedeutet aber längst noch nicht, dass man jedem hirnrissigen Text, der an der Brandstwiete zusammenklambüstert wird, Aufmerksamkeit zubilligen sollte.
@Che:
Wäre der Homo Sapiens Geißel, dann wäre der Markt als eine Art Unkrautvernichtungsmittel gegen Menschlichkeit ja im Recht …
@Katzenblogger:
Die Wirtschaftsliberalen und jene, die ihnen hinterher schreiben, brauchen halt aus Angst vor der eigenen Mündigkeit ihren Großen Erziehungsberechtigten Markt – das hat Kant ja damals schon richtig gesehen, das mit dem “selbst verschuldet”.
Das Lied dazu lautet:
So singen sie, die Neoliberalen.