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Wäre vielleicht schön, auch den Anlass dieser Aktion zu erwähnen.
http://blog.uebersteiger.de/2010/03/18/stellungnahme-standiger-fanausschus-zur-kartenvergabe-an-hansa/
Da ist das recht ausführlich erläutert.
Danke! Da wäre ich ohne dieses Blog aber nicht im Entferntesten drauf gekommen.
Das ist ja hier rund um den FC St. Pauli gerade DAS Megathema, das heute auch hierdurch:
http://www.spiegel.de/sport/fussball/0,1518,685266,00.html
neue Brisanz erhalten und hat und schon gesellschaftliche Megatrends wieder spiegelt, glaube ich.
Wie eben mittels Repression, Platzverweispolitiken usw. in ganz anderen Zusammenhängen erzeugte Gewaltbereitschaft durch de facto-Einschränkung von Grundrechten wie jenen, sich einfach frei im Lande bewegen zu können, forciert wird, und die Legitimierung dessen durch “Gefahrenabwehr”. Da wird auch immer neue Krimininalität gezüchtet, und das ganze ist ein Baustein in der allgemeinen Verpolizeistaatlichung und flächendeckernder Überwachung. Wobei das im Falle der Kölner ja eine retrospektive Sanktion ist; hier im Falle der Rostocker aber über Gefahrenabwehr begründet wird.
Und dass das so ist, ist, glaube ich, auch schlicht deshalb so, weil mittlerweile jede Menschenansammlung überhaupt als verdächtig gilt, die sich nicht dem schlichten Konsum der “Eventkultur” bei Alstervergnügen und Hafengeburtstag andient, um mal die üblichen Parolen aneinander zu reihen.
Womit ich jetzt weder schwere Körperverletzung druch Pyros, randalierende Riots-Kids noch rechtsextreme Parolen gröhlende, brandschatzende Hooligan-Horden bagatellisieren will. Ganz und gar nicht.
Aber neben vielem anderen ist das eben auch ein Effekt eines sich durch fragwürdiges Polizeiverhalten selbst delegitimierenden Staates – kaum jemand wird damit mehr Erfahrungen gesammelt haben als Du alter Haudegen.
Wenn hier schon Regierungsmitglieder formulieren, dass die sich wie eine Besatzungsmacht der eigenen Bevölkerung gegenüber aufführen, dann muss man das schon mitdiskutieren. Die schaffen ja selbst rechtsfreie Räume mit ihren Aktionen – für sich selbst.
Grundrechte und öffentlicher Raum sind im Grundsatz zu schützenswert, als dass man diesen ganzen Gefahrenabwehr-Sonderrechten diese überlassen dürfte. Und da hat Corny, den ich sonst sehr, sehr schätze und der in Rostock-Foren wirklich übelst homophob verunglimpft wird, ganz, ganz finster, echt ‘nen großen Fehler gemacht. So was darf nicht sein am Millerntor.
Ich bin da ganz bei Dir. Zumal das heute ja leider auch gleich im Zusammenhang mit so etwas gedacht werden muss:
http://che2001.blogger.de/stories/1602770