Metalust & Subdiskurse Reloaded

Adorno und die Regression des Hörens

Veröffentlicht in Pop + Philosophie von momorulez am November 7, 2009

Umfassend und behutsam legt Bersarin nach in unserer blogübergreifenden Schriftenreihe zu Adornos Kritik populärer Musik – ein wenig wie ein Adler, der über der Beute kreist, schreibt er ;-)

Einen Punkt greife ich heraus, etwas unanständig, anstatt drüben zu kommentieren, das kommt aber auch noch:

„Und hier gelange ich wieder zu der prinzipiellen Nichtreferierbarkeit des Adornoschen Textes. Man kann ihn eigentlich gar nicht darstellen, sondern nur entfalten, indem man sich von Zitat zu Zitat schreibt bzw. eine Kompositionsleistung erbringt und die Elemente seiner Texte in eine neue Konstellation fügt.“

Spricht das jetzt eigentlich für oder gegen Adorno?

Wichtig ist der Hinweis schon deshalb, weil es gerade die Rezeption der großen Meme der Kritischen Theorie ist, die sie verhindert.

Vielleicht ist ja gerade angesichts gesamtgesellschaftlicher Lagen deshalb dieser Zwang zur präzisen Hermeneutik das, was die ältere Kritische Theorie so wichtig macht zur Zeit: Weil sie auch programmatisch dem Besonderen gegenüber dem falschen Allgemeinen Recht verschaffen will.

Aber ist es wirklich so, dass Adornos Konstruktion des Allgemeinen, mit der die Besonderheit der ganzen Formulierungsjuwelen in Adornos Werk, all die so präzisen Beobachtungen, die Antwort formulieren kann?

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