Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Monatsarchive: August 2009

Einen Satz versteht man, wenn man seine Wahrheitsbedingungen kennt!

Man kann es ja gar nicht wirklich fassen. Ich kann es wirklich nicht wirklich fassen. Doch es ist wahr Ausnahmsweise kann man sich sogar auf das „Gerede des Man“ beziehen, ging uns ja eben allen so. Aufspringende Menschen in Kneipen, Chöre, Bier spritzt, Stühle fallen, Johlen, Lachen, Jubeln, das Service-Personal verzweifelt, der Wirt fällt einem [...]

Engagierte Literatur

„Der engagierte Schriftsteller ist der Schriftsteller, der sich im Zentrum der Ereignisse seiner Epoche bewegt. Für einen Menschen, der die Literatur zu seinem Metier gemacht hat, ist sie, und besonders die Prosa, ein Kampfmittel.“ (Jean-Paul Sartre) „Der Schriftsteller kann sich seiner Bestimmung gemäß heute nicht in den Dienst derer stellen, die Geschichte machen. Er steht [...]

Kunstfreiheit 1962

„Es sei alles falsch, die Wirklichkeit sehe ganz anders aus. Ganz sicher tut sie das. Sähen sie die Realität wie Genet, wären sie eben auch Dichter.“ Seltsam. Soeben beim ersten Lesen habe ich den Satz anders encodiert: „Sähe die Realität aus wie bei Genet, so wäre auch sie ein Dichter.“ Was ja eine schöne Vorstellung [...]

Handel und Sozialtransfer: Unterschiede

Handel ist, wenn man im Grenzfall seine Niere auf dem Organmarkt verscherbeln muss. Sozialtransfer bewirkt, dass man sie behalten kann.

Der Ethos der Autonomie

Was ich nicht verstehe, ist, wieso Richard Rorty in seinem ja wirklich überragenden „Kontingenz, Ironie, Solidarität“ die Fraktion der „Selbsterschaffer“ „Ironiker“ nennt. Dass er sie „liberale Ironiker“ nennt, das ist aus dem US-Kontext ganz plausibel. Dort hat „liberal“ ja mit Freiheit noch was zu tun und formuliert nicht mal eben eine Priorität des Eigentums vor [...]

„Recht auf Stadt“

Passt zur Bourdieu-Diskussion, gerade zu manchem in den Kommentaren, und ebenso zum letzten Eintrag – wie auch zur „Christiana“-Diskussion drüben bei den B.L.O.G.s, wo mancher sich darüber empört, dass man selbst entsetzt ist, wenn „parasitär“ im Falle von Empfängern von Sozialleistungen gänzlich befreit und gereinigt von historischen Dimensionen und dem Gehalt der Metapher wie eine Allerweltsvokabel gebraucht wird [...]

Tu Gutes in der Nachbarschaft!

Die besten Sachen bekomme ich wieder nicht richtig mit, dabei wohne ich fast um die Ecke.

Das Kind mit dem Bade ausschütten? Der Distinktionsgewinn

Diedrich Diederichsen hat ja zu recht irgendwo, irgendwie, irgendwann  darauf hingewiesen, dass man mit der Diagnostik des Distinktionsgewinns beim Gegenüber eben diesen zu erzielen sucht. Trotzdem sind Bourdieus Analysen der Ungleichverteilung des „kulturellen Kapitals“ immer neu zu diskutieren. „Paradoxerweise ist den Intellektuellen am ÖKONOMISMUS gelegen, der dadurch, daß er alle – zumal den Austausch betreffenden [...]

„Der Andere ist, was mir erlaubt, mich nicht ins Endlose zu wiederholen“ (Jean Baudrilliard)

„Wir leben in einer Kuiltur, deren Ziel es ist, jedem die Verantwortung für eigenes Lebens aufzuladen. Die von der christlichen Tradition geerbete moralische Verantwortlichkeit hat sich mittels des gesamten modernen Informations – und Kommunikationasapparats verstärkt, um jedermann die Gesamtheit seiner Lebensbedingungen überneheen zu lassen. Das kommt einem Herausreißen des anderen gleich, der in der Programmerfüllung [...]

„You are the reason of my laughter and my sorrow …“: Eine hübsche Unordnung von Epizentren

„In seiner Auseinandersetzung mit dem Problem des Undarstellbaren hat der selbstkritische und selbstreflexive Diskurs der Kunst neue Begriffe bildhafter Präsenz erarbeitet: Die Präsenzen, die die Kunst der klassischen und nachklassischen Moderne zeigen, lassen sich weder auf die Identität noch auf die Repräsentation reduzieren, sondern zielen darauf, Prozesse begrifflich uneinholbarer Heterogenität zugänglich zu machen. Bilder von [...]

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