Metalust & Subdiskurse Reloaded

Stil, Code und Individualität

Veröffentlicht in Alltagsfreuden von momorulez am Juli 16, 2009

„Wenn nun jeder Zeichen-Typus nur in solchen prinzipiell instabilen und widerrufbaren signifié-signifiant-Synthesen besteht, kann die individuelle Kombination des Stils jederzeit am Code rütteln.“

Manfred Frank, Individualität und Innovation, in ders., Selbsbewußtsein und Selbsterkenntnis, Stuttgart1991, S. 56, 5. Satz (angefangene Sätze nicht mitzählen oder?)

Schön! Man befolge Ring2s Imperative:

„Schnappe Dir das erstbeste Buch in Deiner Nähe,
Jetzt,
Schlage Seite 56 auf.
Und suche den fünten Satz.

Poste diesen Satz als Deinen Status UND poste diese Anweisungen als Kommentar.
Bedenke: Nimm nicht das coolste oder Dein Lieblings-Buch, das erste in Reichweite!“


30 Antworten

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  1. Loellie sagte, am Juli 16, 2009 zu 9:56

    That when it comes to people’s safety
    Money wins out every time
    And we almost lost Detroit this time
    How would we ever get over loosing our Minds?

    ‘We almost lost Detroit’
    Gil Scott-Heron; Now and Then, the Poems of Gil Scott-Heron.

  2. lars sagte, am Juli 16, 2009 zu 12:41

    You can’t take the chances he can.

    - Thomas Pynchon, Gravity’s Rainbow.

  3. hartmut sagte, am Juli 16, 2009 zu 12:46

    „Die zeitgenössische Rezeption der Gedichte Dehmels in den Kreisen der Arbeiterbewegung war allerdings nicht nur eine zustimmende, schon früh meldeten sich auch kritische Stimmen.“ (Jürgen Viering: Ein Arbeiterlied? Zu Richard Dehmels Ein Arbeitsmann, in Hartung, Harald (Hrsgb): Gedichte und Interpretationen 5, Stuttgart 1983 u.ö.)

  4. Johannes sagte, am Juli 16, 2009 zu 1:16

    „Albumasar’s work was translated later by John of Seville (Joannis Hispalensis) and by Herman of Dalmatia (Hermannus Secundus-Dalmata) and these translations when carried north from Spain transmitted astrological knowledge to the Christian schools of Europe.“
    (Max Jammer: Concepts of Force, Mineloa, Dover 1999 (ursprgl. Harvard UP 1957)

  5. momorulez sagte, am Juli 16, 2009 zu 1:37

    Schön – weiter so!

  6. MartinM sagte, am Juli 16, 2009 zu 2:27

    „Mit sich trugen sie die sechzehnhundert Jahre alte Offenbarung, auf der ihre Religion und ihre Hoffnung begründet waren und ebenso der Zivilisationsauftrag, an den sie glaubten.“

    (Imogen Seger: Wenn die Geister wiederkehren, Ullstein, Frankfurt/Main, Berlin, Wien, 1984)

  7. somluswelt sagte, am Juli 16, 2009 zu 2:31

    Er ging davon aus, daß das Zustimmungsprinzip nicht verletzt wird, wenn die Herrscher gegen den Willen der Öffentlichkeit Pläne durchsetzen, denen das „dumme und vorurteilsvolle Volk“ später „von Herzen zustimmt“.

    (N. Chomsky: Profit over People, Euopa Verlag, hamburg 2002)

  8. Urfaust sagte, am Juli 16, 2009 zu 2:37

    „Du erinnerst mich an gewisse Engländer: je ‘freier’ sie in ihrer Weltanschauung werden, desto mehr klammern sie sich an die Moral!“

    Andre Gide, Die Falschmünzer, (Ost-)Berlin, Weimar, 1987 :-)

  9. Roger Beathacker sagte, am Juli 16, 2009 zu 4:19

    Der „Geist“, der in Wirklichkeit nur Kategorien erblickt, reduziert natuerlich auch alle menschliche Taetigkeit und Praxis auf den dialektischen Denkprozeß der kritischen Kritik.“
    Karl Marx/Friedrich Engels. MEW 2. Die heilige Familie oder Kritik der kritischen Kritik. Dietz Verlag. Berlin 1976. S.56

  10. genova68 sagte, am Juli 16, 2009 zu 5:03

    „Unter den von den Marktforschern angewendeten Bildertests ist der Szondi-Test einer der erschrreckendsten.“

    Vance Packard: Die geheimen Verführer. New York 1957.

  11. Bersarin sagte, am Juli 16, 2009 zu 5:11

    „In hist. Z. war das Schicksal von K. mit Byzantion eng verbunden.“

    Der kleine Pauly. Lexikon der Antike in fünf Bänden. Band 3 Iuppiter-Nasidienus

  12. loveknowsnoborders sagte, am Juli 16, 2009 zu 6:36

    „Ah, to wahoo in the fir-shadowed streets of LaConner and deny that part of her that was civilized and pale!“

    (Tom Robbins, Even Cowgirls Get the Blues)

  13. knecht sagte, am Juli 16, 2009 zu 7:07

    ha, gibt es nicht, aber bei mir steht auf seite 56 nichts, ist die leerseite zwischen zwei kapiteln!?

  14. knecht sagte, am Juli 16, 2009 zu 7:14

    hab ich vergessen „ein platz für hot dogs“ tom robbins

  15. momorulez sagte, am Juli 16, 2009 zu 7:52

    Bin völlig fasziniert, was so alles bei den hier Mitesenden neben dem Computern liegt (danke für die Verlinkung, Harmut!) – ergibt ja fast ein Gesamtbild mit lauter Zusammenhängen … auch die Leerseite ;-)

  16. [...] diesem anzitierten Titel auf etwas Interessantes hinzuweisen: Bei diesem kleinen, feinen und anregenden Spiel auf dem Blog Metalust sollte man einmal und unbedingt mitmachen. Dies möchte ich allen meinen [...]

  17. Kapeka sagte, am Juli 16, 2009 zu 9:58

    „Ich frag mich, ob Margaret heute kommt“, sagte sie.

    (Richard Brautigan – In Wassermelonen Zucker)

  18. WirrLicht sagte, am Juli 17, 2009 zu 8:06

    Verehrter Bruder!
    –> da das obige kein satz ist (obwohl nummer 5 auf seite 56) hier das resultat meines orakels:

    „Ist das christlich-katholische Dogma völlig kabbalistisch,
    so muß man dasselbe auch von den Dogmen der großen Tempel der alten Welt sagen“
    MMSenf, 2009-07-16

    1.) buch in der nähe schnappen
    2.) S. 56 aufschlagen
    3.) Satz 5 wählen und posten

    anm: ich habe mich zu einem anderen regal umgedreht, die bücher neben mir sind mich meine :)

  19. paradiesflüchtling sagte, am Juli 17, 2009 zu 10:06

    „Es werden sich denn meine Überlegungen aus mancherlei Gründen sehr deutlich abheben von denen jener Deutschen etwa, die aus ihren im Osten gelegenen Heimatländern vertrieben wurden.“

    Jean Amery – Jenseits von Schuld und Sühne. Bewältigungsversuche eines Überwältigten, München 1970.

  20. Fiete sagte, am Juli 17, 2009 zu 2:13

    Ist die Leistungszeit nicht bestimmt oder ist der Schuldner berechtigt, vor der bestimmten Zeit zu leisten, so kommt der Gläubiger nicht dadurch in Verzug, dass er vorübergehend an der Annahme der angebotenen Leistung verhindert ist, es sei denn, dass der Schuldner ihm die Leistung eine angemessene Zeit vorher angekündigt hat.
    BGB 57. Auflage, 2006
    Sorry, war eben das nächste, was da lag….

  21. momorulez sagte, am Juli 17, 2009 zu 5:58

    @Fiete:

    Macht doch gar nix – stand eben in der Thalia-Buchhandlung, mir „Jenseits der Geschlechternormen“ von Frau Butler und Marc Aurels „Selbstbetrachtungen“ zulegend, und vor mir legte dann fast zeitgleich jemand einen gigantischen Wälzer über „Das neue Mietrecht“ auf den Tisch. Das war dann auch ein wenig wie die Nähmaschine und der Regenschirm auf dem OP-Tisch ;-)

  22. Margareth sagte, am Juli 17, 2009 zu 7:56

    Und immer noch keine Ruhe gefunden.

    (Sybile Berg Das Unerfreuliche zuerst. )

  23. momorulez sagte, am Juli 17, 2009 zu 8:21

    … lustigerweise heißt das Buch von Frau Butler „Die Macht derGeschlechternormen“, nicht „jenseits“ derer ;-) …kleine Selbst-Korrektur.

  24. noergler sagte, am Juli 17, 2009 zu 8:24

    „Die Macht jenseits der Geschlechternormen“ wäre auch ein guter Titel gewesen.

  25. momorulez sagte, am Juli 17, 2009 zu 8:33

    ;-)

  26. Michel sagte, am Juli 17, 2009 zu 9:06

    „This helps to stabilize the value of the notes in terms of goods, and thus to insulate day-to-day trade from the monetary shock.“

    Kevin Dowd, Laissez-faire banking

  27. hartmut sagte, am Juli 17, 2009 zu 11:55

    „und Marc Aurels “Selbstbetrachtungen” zulegend“

    wie bitte? Du hattest diese großartigen Stoizismen noch nicht??? (Meine ich gar nicht in bezug auf Deine sexuelle orientierung: ich bin n oller hetero-Macker und liebe ihn…)

    Oder gibts ne neue Übersetzung? da hätte ich dann gerne die ISBN-Nr…

    ansonsten: Tolles Spiel, was Du und die ringfahndung hier eröffnet haben. Wenns das Spiel nicht zerstört, erkläre ich mein Zitat gerne (da wir ja alle postmodern oder jenseits der Postmoderne sind: Warum es nicht auch erklären? wen fichts an?) ;-)

  28. momorulez sagte, am Juli 18, 2009 zu 8:29

    Nee, Marc Aurel hatte ich noch nicht, also nur die über Foucault vermittelten Passagen – habe gestern nur drin rumgeblättert und mußte mich über einiges auch schon wieder ärgern ;-) . Fehlte mir also noch in meiner „Meine Yacht, mein Auto …“-Sammlung :-D

    Der lief mir aber in den letzten 2 Jahren ständig über den Weg, weil auch Tschechow, eigentlich ja der größte Philosoph von allen, soweit es seine Dramen betrifft, seinen Lebtag lang die „Selbstbetrachtungen“ immer dabei hatte und jetzt halt wieder und erneut bei den „Technlogien des Selbst“ bzw. der „Hermeutik des Subjektes“, das muß ich wohl vertiefen, dachte ich mir … allein schon wegen dieser wundervollen Liebesbriefe, die Marc Aurel an seinen Lehrer Fronto (?) schrieb ;-) – war ja damals noch nicht so, dass es Homos und Heteros gegeben hätte.

    Das Spiel ist wirklich toll. Bin wirklich fasziniert von den Resultaten.

    Ist ja eigentlich für diese affigen „Status“-Meldungen“ bei Facebook, aber so isses doch viel besser, wenn hier ein so facettenreiches Mosaik in der Kommentarsektion entsteht.

    Und klar darf man auch erläutern, sowas ist ja dazu da, dass man’s fortschreibt …

  29. momorulez sagte, am Juli 18, 2009 zu 8:32

    Übrigens: Glückwunsch, Hartmut, Dein Kommentar war der Zweitausendste!

  30. antonym sagte, am Juli 19, 2009 zu 8:26

    also .. „Nach dem Erlöschen der Vollmacht hat der Bevollmächtigte die Vollmachtsurkunde dem Vollmachtgeber zurückzugeben; ein Zurückbehaltungsrecht steht ihm nicht zu.“ .. auch ein bgb


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