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So wild sehen die gar nicht aus
Ist nur zu hoffen, dass gegen den fcsp nicht aus 30, 3.000 werden. Und alle mit diesen feinen Frisuren und Manieren.
Lustig ist, dass die Villinger jetzt jammern, dass wir ja nun nicht gerade ihr Traumlos seien, ganz so, als seien sie eines
…
Ich muss mich revidieren:
”
.”
Übrigens spricht da niemand in Heideggerschen Seinsbegriffen, sondern eher so: “Sch gibt Badische un Unsymbadische. Mir schin schtolsch auf unscher Schtädtele.”
Schäuble wohnt da nicht weit entfernt…
@Che:
Achwas
… war fest davon ausgegangen, dass die “wilden Jungs” da Chöre wie “Das Sein, Das Sein, gehört uns ganz allein” anstimmen würden.
@Rayson:
Oha … meinste, da muss man aufpassen?
“dazu gehört Geworfensein, jawohl, Geworfensein” sobald der Ball ins Spiel kommt.
“Dasein, dem’s im Sein ums Sein selbst geht
bis zum Tode in der Welt der Zeitlichkeit
und Mitsein, daß nie zerbricht was uns verband
das Sein west, weil jeder ja zuhanden ist
ganz eigentlich, Existenzialien finden nicht nur heute statt
ja Dasein, das heißt In-der-Welt-Sein heut!”
…. zu singen nach der Melodie von “Rücksicht” von Hoffmann & Hoffmann bzw. Mary Rose:
Und die St. Pauli-Fankurve brüllt laut “Adorno!”, was ich ungelogen mal als Schlachtruf bei drogigen Bremer Sielwall-Punks gehört habe…
“Ihr seid nur Jargon der Eigentlichkeit, Jargon der Eigentlichkeit, Jargon der Eigentlichkeit!” wäre auch schön
– im Rhythmus von “Ihr seid nur ein Karnevalsverein!”- Hakt zwar etwas, wäre aber schön!
Wobei man sich als Hamburger ja eigentlich auf Cassiirer berufen müßte, der war doch Heideggers großer Gegenspieler in den 20er und frühen 30er Jahren, gab doch dieses berühmte Aufeinandertreffen in Davos … der hat nur gar keine griffigen Slogans geliefert. Obgleich die “Philosophie der symbolischen Formen” schon ein großer Wurf ist … “Wir sind die Kritiker und ihr seid Ontologen” ist ja auch nicht wirklich catchy
…
Naja, seit Benjamin wissen wir ja, dass heute die entscheidenden Tritte mit dem linken Fuß geführt werden.
Aber vielleicht ließe sich mit Marxens 11. Feuerbachthese was machen: Die wollen doch nur interpretieren!
Oder richtig schön skandierend “Panta rhei, panta rhei, panta rhei!”.
Pantha Rei? Was heisst das?
“Wir wollen verändern
- ihr interpretieren
darum werdet ihr
hier und heut verlieren!”
ist aber wirklich hübsch
…
Alles fließt, ist griechisch, Heraklit.
Deine letzte Parole ist aber super, das hätte uns früher auf den Antirassismus-Demos mal einfallen sollen.
War das nicht Thales mit “Alles fließt”? Außerdem ist das dann ja das Stichwort für den Nörgler, von wegen “Philosophie für die bildungsfernen Schichten, können noch nicht mal altgriechisch”
…
Nein, das ist Heraklit, und auf den lasse ich nichts kommen. Hat Dinge gesagt, die aus meiner Sicht so eine Schnittstelle zum Daoismus darstellen. Eine Naturphilosophie mit pantheistischen und rechtsphilosophischen Elementen, die vor allem den stetigen Wandel zum Inhalt hat und ganz Ähnliches wie Yin und Yang als Gegensatzpaare formulierte. Meines Wissens der früheste Philosoph, der die Erkenntnisfähigkeits ausnahmslos jedes Menschen postulierte.
Also, ich habe das ja so gelernt, dass “Alles fließt” die populäre Umschreibung des “In allem ist das Wasser” von Thales sei:
Wobei die Vorsokratiker ja wieder 1a zu Heidgger passen
…
Zu Heraklit:
Logos = Feuer ist dann auch der “Urstoff” im Denken der Stoa, und ich habe so eine Nischenerinnerung, dass mein Lehrer für die bildungsfernen Schichten damals meinte, das berühmte “Am Anfang war das Wort” meine diesen Logos, der am Anfang gewesen sei, als den Geist, das Feuer. Das leitet ihn dann zu der These, dass es sich beim Christentum im Grunde genommen um Vulgärstoizismus handele …
Hier aber noch die platonische Auslegung des Heraklit-Wortes “Man steigt niemals zwei Mal in den selben Fluss”:
http://de.wikipedia.org/wiki/Panta_rhei
… das gäbe Dir dann Recht.
Ich liebe diesen Satz ja, aber Wittgenstein entgegnete plump:
“Der Mann, der sagte, man könne nicht zweimal in den gleichen Fluß steigen, sagte etwas Falsches; man k a n n zweimal in den gleichen Fluß steigen.” – Big Typescript S.412 #4
Diskussion eröffnet
…
Wenn mein Philosophie-Unterricht in der Schule nicht völlig für den Arsch war, ist “Alles fließt” von Heraklit und hat nichts mit dem Element Wasser zu tun, sondern mit permanenter Veränderung, wie auch der Kampf (und nicht, wie später aus ganz anderen Gründen hineininterpretiert der Krieg) Vater aller Dinge sei.
Links:
http://de.wikipedia.org/wiki/Panta_rhei
http://www.anderegg-web.ch/phil/herakleitos.htm
Ja, den Pantha Rei-Link hatte ich ja auch schon gepostet, guck doch einfach mal hin
– und selbst “Man steigt niemals zwei Mal in den selben Fluß” hat auch was damit zu tun, dass das Wasser darin nicht mehr das selbe ist. Deshalb ja Wittgensteins Einwand, weil “Flluß” + “Eigenname” eben lediglich der raumzeitlichen Identifzierbarkeit dient und nicht das Wasser darin meint … also, das Wasser wirst Du nicht ganz los, wenn’s fließt. Selbst dann nicht, wenn Blut fließt.
@”Das leitet ihn dann zu der These, dass es sich beim Christentum im Grunde genommen um Vulgärstoizismus handele …” —–” Am Anfang war das Wort ” ist doch aber jüdisch, oder? Hinsichtlich der Ursprünge des Christentums vernahm ich ja schon einmal die Idee, es handle sich da um eine Verbindung aus einer hellenistischen Variante des Buddhismus (Graeco-Baktrien, Bamian), die auch ganz stark sich an der stoischen Philosophie orientiert hat und der jüdischen Ereckungsbewegung der Essener. War eine Rabbinerin, die den Gedanken formuliert hatte.
” … das berühmte ‘Am Anfang war das Wort’ meine diesen Logos”.
Steht im griechischen Text auch genau so da: En archeh ehn ho logos. (Grauenvoll, diese lautlichen Umschriftungen).
@Che:
Das ist ja so eine Frage, was da nun modifiziertes, griechischen Denken, was Jüdisches war, die mich zum einen zunehmend deshalb interessiert, weil die Gründe, warum nun welcher Text Eingang in die Bibel fand, wohl nur historisch interessierten Theologie-Studenten zugänglich sind – und auch hinsichtlich dessen, ob und inwiefern da diese Denkblöcke “Griechisch” und “Jüdisch” irgendetwas auch nur annähernd homogenes und historisch Reales bezeichnen, das ist dann immer die Anschlussfrage. Schon bei den Evangelien gibt es ja einige, die in den Kanon keinen Einang fanden, aber Paulus ist plötzlich trotzdem “Apostel” mit seinem Briefeschreiben, und ich vermute mal, das zieht sich auch durch das Alte Testament, dass z.B. manche Gesetzbücher ja immer nur dann zitiert werden, wenn’s gegen Schwule geht, also natürlic genau so wie immer schon fröhlich selktiert und Traditionen erfunden wurden – und da sind ja auch nicht alle heiligen, jüdischen Schriften drin, im Alten testament, oder?
Gibt kurze Passagen in dem Buch von Paul Veyne über Focault, das gerade erschienen ist, wo das Frühchristentum beschrieben wird, und das ist ziemlich lustig, da kommt Paulus z.B. gar nicht gut weg
…
@Nörgler:
Danke!
Waren denn Jesus und seine Jünger vielleicht eine Schwulen-Clique? “Griechisch” ist in dem Zusammenhang ohnehin höchst ambivalent – der Hellenismus war ja ein Mischungsprogramm, die Verbindung griechischens, persischens, ägyptischens und so weiter Denkens, und mit den Sadduzäern war dieses hellenistische Denken schon zu Jesu Zeiten mit dem Judentum amalgamiert. Die urchristliche Kritik richtete sich aber nicht gegen die Sadduzäer, sondern gegen die altjüdischen Pharisäer.
Eine passende Stadionparole wäre auch noch: “Der Seinsgrund, der Seinsgrund, der kommt noch auf den Schweinehund!” und knallhart: “Ihr seid keine Seinsversteher – ihr seid nur Holzweggeher!”
“Ihr könnt ontologisch nix kapiern,
drum werdet ihr das Spiel verliern!”
Die ersten beiden sind sehr schön
– der letzte geht aber nicht, weil man ontologisch ja gar nix kapieren können kann …
Deswegen hat der Heidegger ja auch nie ein Fußballspiel gewonnen.
Geworfenheit, Geworfenheit, Euer Ball, der kommt nicht weit!
Skifahren konnte der Heidegger aber! Und hat, glaube ich, auch über “Mannschaft” philosophiert
…