Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

Monatsarchive: Februar 2009

Stimmt das?

„Avantgarden sind Begleiterscheinungen des wachsenden Zins- und Wettbewerbsdrucks. Der neue gesellschaftliche Reichtum und demografische Umwälzungen treffen im 19. jahrhundert auf Ideen, die noch mitgeschleift werden aus vorindustrieller Zeit: Erlösungsvorstellungen auf Seiten der Avantgarden und Autoritätstreue beim Publikum.“ dv in einer Rezession Rezension von Stefan Thomas Raabs „Avantgarde“-Routine, Monopol 3/2009, S. 99

Recht hat er! Wenn „rot“ Subjekt wird, dann ist das Kunst!

Lüpertz: Fotografie wird viel mehr Unterhaltung, viel mehr Kabarett, viel mehr Zirkus. Es geht in Richtung dieser – und das sage ich mit allem Respekt – Halbseidenheit von Fotografie. Sie wird ein großes Unterhaltungspotenzial erfüllen müssen, aber das sind alles Dinge, die die Fotografie von der Kunst wegtransportieren. Im Gegensatz zur Malerei hat die Fotografie [...]

Der Echo 2009: Das waren die 90er!

Na, mal abgesehen von Peter Fox. Auf den lasse ich ja nix kommen. Aber ob’s Pochers strecken- und erstaunlicherweise  komisches Dauerpöbeln war, weil der ja 90er-Ikone Harald Schmidt chronisch mißadaptiert, oder der plötzliche Anfall von Political Correctness bei Bushido, der sich für Frauenrechte einsetzen will und dann doch „Na, wo bleiben denn die Emanzen?“ ausrief [...]

Erfahren

„Es gibt unterschiedliche Strategien, um mit der Eigenmächtigkeit des Materials, der Widerborstigkeit der Figuren oder dem Eigenleben der Sprache umzugehen. Manche Autoren legen Wörterlisten an, andere üben sich als Virtuosen im Zeichnen und Verwerfen von Bauplänen; da verwandelt sich ein Text fortlaufend als ein unabschliessbares work in progress, hier überlässt sich jemand ganz dem sprachlich [...]

Kunst kommt nicht von Können

Parallel „Ein Amerikaner in Paris schauen und Rocko Schamonis „Sternstunden der Bedeutungslosigkeit“ lesen. Bei Büchern wie „Sternstunden der Bedeutungslosigkeit“ komme ich ja immer zu spät. Ist wohl schon 2007 erschienen.  Spielt da, wo ich lebe, erzählt, wie ich mal gelebt habe, aber das ist lange schon her.  Bin ja widerlicher Karrierist geworden und hänge Freitags [...]

Ruinen gibt’s, …

… die gibt’s gar nicht. Bei facebook existieren tatsächlich  zwei Gruppen mit den Namen: Michel Foucault has Ruined My Sense of Reality & Michel Foucault Has Ruined My Sex Life. Hängt das zusammen?

Identitätsfragen

… dann doch lieber „Moulin Rouge“ statt des Länderspiels gucken!

Rochieren, Barren, Bunzen: Markenunrecht!

„Schiesser, Märklin, Rosenthal – der Ausverkauf der Inneneinrichtung der bundesrepublikanischen Identität schreitet voran. Die Krise frisst die Kindheitserinnerungen, die zu nicht geringen Teilen an die liebevoll drapierten Fetische der Warenwelt geknüpft waren. Das Bedürfnis nach Sicherheit, das sich politisch Geltung und Anerkennung in einer soliden Bündnispolitik auf dem langen Weg nach Westen verschaffte, fand seinen [...]

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