Metalust & Subdiskurse Reloaded

"Nur was sie nicht erst zu verstehen brauchen, gilt ihnen als verständlich"

“Guti” und “Tschüssi”

Kein Wunder, daß kein Mensch mehr in der Lage ist, vernünftig deutsch zu lernen, der hierzulande hinzustößt – so lange Menschen in Bussen sitzen, die beim lautstarken Telefonieren Formulierungen wie “Ich dachte, Du wärest family-mäßig verpflichtet” gebrauchen. Muß ich ja mal ganz konservativ einwerfen. Kann der nicht “familiär” sagen? Da schwingt zwar auch das Französische mit, aber gegen dieses “-mäßig”, dieses Krückensilbenkonstrukt, ist ein Fremdwortreigen schlicht Poesie. Gegen all diese Kreol-Varianten, die Deutsch-Türken z.B. einführen oder all die Inversionen, die in Frankreich vollbracht werden, ist das einfach ein kultureller Rückschritt.
Und dann auch noch Gespräche mit “Guti! Bis dann! Tschüssi!” zu beenden – kann der Kerl, der das sagte, nicht lieber ganz Kerl sein?

About these ads

9 Antworten zu ““Guti” und “Tschüssi”

  1. ring2 Dezember 17, 2008 um 12:23 nachmittags

    Keine Angst bald wimmelt es wieder von Retro-Männern, hab ich mir von einem Trendforscher sagen lassen. :)

    Der türkische Politiker, der da bei Dir nebenan die Bullen beschimpfte, als die ihm mit ihrer scheinheiligen “Eigensicherung” den Arm umdrehten, wird mir ja auch immer sympathischer :)

  2. momorulez Dezember 17, 2008 um 1:05 nachmittags

    Eigentlich hättest Du “gruseli” schreiben müssen, Karsti ;-) … Ringi2, ich freue mich schon auf die Kerlis! Diese ganzen Schluffis hier auf der Schanzi, schlecht frisiert und ohne Arschi in der Hosi, die gehen mir mittlerweiile auch wirklich auf den Geist!

  3. lars Dezember 18, 2008 um 12:09 vormittags

    Geisti, wenn ich bitten darf.

    Larsi war im übrigen durchaus ein gängiger Spitzname.

  4. momorulez Dezember 18, 2008 um 9:35 vormittags

    Die Verniedlichungsform, mit der ich so traktiert wurde, die verschweige ich hier mal lieber ;-)

  5. lars Dezember 18, 2008 um 3:33 nachmittags

    …. wenn es um das Traktieren geht, kenn ich auch noch fiesere Verballhornungen. Zumal man ja meine Namen nicht verkürzen kann, sondern entweder verlängern, rekontextualisieren oder das “r” nicht aussprechen und damit imperativ anrufen.

  6. momorulez Dezember 18, 2008 um 4:11 nachmittags

    Laus? Laß das? Der las? Wie denn? ;-)

  7. lars Dezember 19, 2008 um 10:51 vormittags

    Das “Laß das” meinte ich. Die Laus kannte ich nicht, aber der Mars z.B. tauchte häufiger auf.

  8. momorulez Dezember 19, 2008 um 11:24 vormittags

    Dagegen bin ich dann aber wirklich glimpflich davon gekommen ;-) – wahrscheinlich, weil sowieso jeder zweite so heißt wie ich.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ photo

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 1.020 Followern an